[ 14.06.2009 ]

Geografie

Beschneidung von Mädchen in Afrika

Da wir uns im Rahmen des Geographieunterrichts in der 8. Klasse bei der Behandlung des Themas Afrika auch mit dem weitverbreiteten gesellschaftlichen Problem der Beschneidung von Frauen in Afrika beschäftigen, hatten die Schülerinnen und Schüler bei einer Lesung der Schriftstellerin Fadumo Korn aus ihrem autobiographischen Roman „Geboren im großen Regen“ am Freitag, den 22.5.  in der 5. und 6. Stunde Gelegenheit Informationen aus erster Hand zu erfahren.
Frau Korn  wurde 1964 in Somalia geboren, lebt aber inzwischen schon 30 Jahre in Deutschland. In ihrer Lesung schilderte sie ihr Leben als Nomadenmädchen in der somalischen Savanne, später lebte sie eine Zeit lang bei ihrem Onkel in der Hauptsstadt Somalias in Mogadischu und gelangte dann als junge Frau nach Deutschland. Sehr anschaulich beschrieb sie die Landschaften und Menschen, denen sie in diesen drei Lebensphasen begegnete. Ehrlich und offen erzählte sie von den Höhen und Tiefen ihres aufregenden Lebens, ihrem Schicksal als beschnittene Frau, den Auswirkungen der Beschneidung, die sie bis heute verfolgen und ihrem Kampf gegen diese grausame Tradition.
Es war ein große Chance für uns alle, dass wir Frau Korn bei uns begrüßen konnten, die uns einen Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen geben und viele Fragen beantworten konnte.
Nina Giebeler

Exkursion Klasse 11ab vom 4.-6. Juli 2007 Raum Garmisch-Partenkirchen

47 SchülerInnen sowie ein kräftiges Tiefdruckgebiet und zudem ein Bahnstreik waren die Begleiter von vier tapferen Lehrkräften, die sich in aller Frühe auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen machten. Nicht wie von allen Wetterstationen vorhergesagt Dauerregen, sondern ein überraschender Föneinbruch ermöglichten es am Mittwoch, einen Murenabgang zu besichtigen und eine umfangreiche wirtschaftsgeographische Strukturanalyse in Kleingruppen im Ort durchzuführen. Ca. 300 Höhenmeter und einige Blasen später erreichte die geübte Bergtruppe ihre Station Toni- und Rießerkopfhütte, die sich als hervorragende Unterkunft mit exzellenter Verpflegung (z.B. Kartoffelsalat!) entpuppte. Nach Auswertung der Strukturanalyse und diverser Referate, die am nächsten Tag unser ständiger Begleiter auf dem Weg in die Höllentalklamm waren, lenkten uns vom einsetzenden Dauerregen ab. Die Impressionen dieser einzigartigen Berglandschaft ließen die von Regen und Tropfwasser der Klamm durchtränkte Kleidung vergessen. Nach einem mehr oder weniger gut organisierten Transfer erwartete uns in der Unterkunft zunächst heißer Tee und kostenloser Strudel.

Qualitativ hochwertige Referate und ein ebensolcher kulinarischer Hochgenuss (Gulasch!) waren der Vorspann für einen gelungenen Schafkopfabend. Der letzte Tag begann mit einem wissenschaftlichen und anschaulichen Vortrag über die Geologie sowie Mineralogie des Exkursionsraumes durch den Mineralologen Josef Karner, der es glänzend verstand, nochmals die schon etwas ermüdete Schultruppe zu begeistern. Der gemeinschaftsbildende Charakter, das große Lob der Hüttenfamilie sowie die Aneignung umfangreicher Kenntnisse über den Alpenraum machten die Fahrt zu einem vollen Erfolg. Der einheitliche Tenor aller Teilnehmer war daher auch, dass derartige Exkursionen in den künftigen 11. Klassen wiederholt werden sollten. Die von Herrn Vogel exzellent organisierte Exkursion wird allen Teilnehmern sicher noch lange in bester Erinnerung bleiben...

Rainer Feineis, Monika Nordmeyer, Andreas Vogel, Vera Wollinger