Frankreichaustausch mit Paulhan 2018

Von 16. bis 22. März war wieder eine Gruppe aus Gauting an unserer Partnerschule in Paulhan zu Besuch.

Donnerstag, 16. März 2018

Nach einer langen Nacht und einer noch längeren Fahrt machten wir endlich den ersten großen Stopp, und zwar in: Aigues-Mortes („Tote Wasser“), einem kleinen mittelalterlichen Örtchen. Am sehenswertesten war dort die noch vollständig erhaltene Stadtmauer, die einen Teil des Ortes eingrenzt. Nachdem wir dort einige Zeit hatten, die Stadt zu erkunden, ging es auch schon weiter. Unser nächster Stopp war der Strandort Le Grau du Roi. Zum Glück war es dort sehr schön sonnig und warm! Auch dort hatten wir wieder ein bisschen Zeit den Strand zu erkunden, bis es dann endlich nach Paulhan zu unseren Gastfamilien ging. Dort, am Collège MAFFRE-BAUGÉ, trafen wir zum ersten Mal unsere Austauschpartner. Anschließend fuhren wir dann zu unseren Gastfamilien und verbrachten den Abend mit diesen. Insgesamt war es ein sehr spannender aber auch etwas anstrengender Tag!

Von Emilia Antoni, Lina Burgmaier und Lotti Frank, 9a

Montag, 19. März 2018

Nach einem erholsamen Wochenende mit unseren Gastfamilien, starteten wir die neue Woche gemeinsam mit unseren französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern mit mehreren Ausflügen. Am Vormittag besuchten wir eine alte römische Villa, die uns von einer freundlichen Führerin gezeigt wurde. In einer Einführung wurde uns erst erklärt, in welcher Zeitspanne die Villa ihre Blütezeit erlebte, welche Stellung der Besitzer und die Angestellten hatten. Danach besuchten wir die Villa, deren Räume fast vollständig erhalten sind. Es war interessant, die vielen Mosaike auf dem Boden zu sehen, beispielsweise ein Mosaik, das aus sechs Kreisen besteht: In diesen sind vier Portraits, die die vier Jahreszeiten darstellen sollen und zwei für den Eigentümer der Villa und dessen Frau, dargestellt. Besonders bewundernswert war eine kleine Bühne, auf der Akrobaten Musikanten und Tänzer ihr Talent zeigen. Das dauerte oft so lang, dass die Gäste, die während der Performance essend auf Liegesofas entspannten, im Haus übernachten mussten. Neben mehreren Gästezimmern war auch eine Art Gerichtssaal vorhanden, in dem der Besitzer richten konnte, falls Streit zwischen seinen Arbeitern aufkam. Der Besitzer selbst wohnte nicht in der Villa, sondern in der Stadt, um seinen Geschäften nachgehen zu können. Die Villa benutzte er als Ferienhaus und um seinen hohen Stand darzustellen.
Nach diesem gelungenen und informativen Vormittag verbrachten wir die Mittagszeit am Strand. Dort konnten wir unser Lunchpaket essen, reden und das kühle Wasser unter den Füßen genießen. Danach fuhren wir weiter zu der ebenfalls am Meer gelegenen Stadt Sète. Dort hatten wir Zeit, um die Stadt zu erkunden. Viele von uns genossen das schöne Wetter, aßen ein Eis und betrachteten den schönen Hafen der Stadt. Jeder hatte so die Möglichkeit, sich die Zeit mit dem oder der jeweiligen AustauschpartnerIn dort selbst zu gestalten.
Nach einer Stunde fuhren wir mit dem Bus wieder zurück zum Collège und gingen mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern nach Hause, wo jeder den restlichen Tag in seiner Gastfamilie verbrachte.

Antonia Eckardt, Nele Nowak, Licinia Weckwerth, Sarah Kintrup



Dienstag, 20. März 2018

Am Dienstag den 20 März verlief die erste Aktivität an diesem Tag, wegen der Wetterbedingungen nicht wie geplant.
Die eigentlich geplante Wanderung um den für seine einzigartige Landschaft bekannten Lac du Salagou konnten wir wegen des starken Windes leider nicht machen. Dafür hatten wir erstmal Zeit, um die nähere Umgebung selbst zu entdecken.
Nach dieser Entdeckungsphase wurden wir in mehrere Gruppen aufgeteilt. In diesen Gruppen waren die deutschen und französischen Schüler nicht getrennt, sondern gemischt. Dann spielten wir in diesen Gruppen unterschiedliche Ballspiele. Nach einigen Siegen und Niederlagen hatte man noch die Möglichkeit, das von den Gastfamilien zubereitete Picknick zu essen.
Der Höhepunkt des heutigen Tages war das Städtchen Saint-Guilhem-le-Désert. In dieser Stadt konnten wir unsere Füße in einem kleinen Bach abkühlen, die Berglandschaft der Umgebung erkunden und die schöne Aussicht genießen. Außerdem haben viele von uns auch noch Souvenirs für unsere Familie in Deutschland gekauft.

Adrian Luck, Felix Arp, David Müller und Kristian Trefzer

Mittwoch, 21. März 2018

Am Mittwoch begleiteten wir unsere Austauschpartner zum ersten Mal in den regulären französischen Unterricht, wo wir dann viele interessante Dinge erfahren hätten, wenn wir denn alle französisch fließend sprechen würden - aber das wäre ja langweilig. So hatten wir unseren Spaß und haben dennoch einige Dinge gelernt.
Am Morgen wurden wir in Kleingruppen verschiedenen Klassen zugeteilt. Der Tag unserer Gruppe startete mit einer Stunde Französischunterricht, die für die französischen Neuntklässler als Vorbereitung auf das brevet, einer Prüfung am Ende des Schuljahres, diente. Um die für den Übertritt auf das lycée nötige Prüfung zu meistern, wiederholte der Lehrer mit den Schülern die Verwendung der Zeiten.
Anschließend wurde uns in der nächsten Stunde viel über das französische Bahnsystem erklärt und über dessen Schwierigkeiten diskutiert. Die Lehrer beider Stunden wollten viele Begriffe ihres Fachs auf Deutsch wissen, und teilweise hat daraufhin die ganze Klasse versucht, die deutschen Wörter auszusprechen, was dann sehr lustig war.
Nach nur zwei Unterrichtsstunden hatten wir dann Schulschluss und konnten nachmittags mit unseren Austauschpartnern unternehmen, was wir wollten. Von Tacos-Essen bis Fußballspielen und den Strand besuchen war eigentlich alles dabei!
Von Sophia Lang, Simon Peschke, Knut Hahne und Lena Kahle

Donnerstag, 22. März 2018

Am letzten Tag wurden wir von unseren Gastfamilien herzlich verabschiedet und haben teilweise noch Abschiedsgeschenke bekommen. Bevor wir zu unserem letzten Ausflug aufgebrochen sind, haben wir unser Gepäck in der Schule verstaut. Dann ging es zum Bus und zum ersten Ausflugsziel, einer Muschelzucht- und Fangstation. Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt, haben uns einen Film über den Tagesablauf eines Züchters angeschaut und sind mit einem Boot, das auch zum Muscheln ernten genutzt wird, zu den Fangstationen raus gefahren. Anschließend wurden uns die Becken gezeigt, in denen die Muscheln aufbewahrt und gereinigt werden. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit Muscheln sowie Austern, die von dort stammten, zu probieren,, mit sehr verschiedenen Meinungen zum Geschmack.
Es ging weiter zum Picknicken in einen schönen Park, wo alle ihr mitgebrachtes Essen genißen konnten.
Unser letztes Ziel war Pezenas, wo wir eine kleine Führung von einem Lehrer einer dortigen Schule bekommen haben. Diese ging durch einen Teil der Altstadt, bei der uns viel über die Strukturen einiger Häuser erzählt wurde. So zum Beispiel die Vernetzung der Häuser durch kleine Brücken oder dass die meisten Straßen ihren Namen ihrer Form zu verdanken haben oder dass die Tempelritter in der Stadt gelebt haben.
Nach der Rückfahrt zur Schule und einer kleinen Pause dort, mussten wir uns leider schon von unseren Austauschschülern verabschieden, zum Teil mit den üblichen drei Küsschen auf die Wange.
Dann ging es zum letzten Abschnitt unserer Reise, die Rückfahrt mit dem Bus. Mit den anderen deutschen Schülern des Austausches von Clermont machten wir einen Zwischenstopp in Nîmes, um das Amphitheater anzuschauen, allerdings nur von außen, da es schon geschlossen war. Anschließend konnten wir eineinhalb Stunden in Gruppen die Stadt erkunden. Am Ende wurde eine letzte Gruppenaufnahme von allen gemacht, um danach zurück zum Bus zugehen und dann wirklich nach Hause zu fahren.

Für uns alle war das eine unvergessliche Zeit, bei der wir neue Freundschaften mit Franzosen knüpfen und auch die Freundschaften zu den anderen Deutschen festigen konnten. Wir haben Französisch mal ganz anderes kennen gelernt.

Leonie Trojahn, Clara von Hundt, Karolina Waggershauser, Anna Heitland, Lina Kuchta (8c/d/e)