Das ganze Leben ist ein Quiz…

…sang Hape Kerkeling einst. Hätte er das auch getan, wenn er mit einigem Protest der Ethik-Klasse 5abd gerechnet hätte? Nur allzu nachvollziehbar entgegneten die spielbegeisterten Schüler:innen, dass die falsche Wahl im Leben viel folgenreicher sein kann, als wenn in einem Quiz die falsche Antwort gegeben wird.

Als wir begannen, uns im Ethikunterricht mit dem Themenbereich „Spielen“ zu beschäftigen, stellte sich dem ein oder anderen die Frage, was das Thema in der Schule zu suchen habe. Die anfängliche Verwunderung wich natürlich einem großen Enthusiasmus, denn Spielen, so die Klasse, bedeutet Spaß, Gemeinsamkeit, und auch Lernen.


Und wir sind nur die Kandidaten…
… doch ist Spielen viel mehr als nur die Teilnahme an ihnen. Spielend und durch Spielen lernte die Klasse an verschiedenen Beispielen. Man denke nur an Investitionen (und Frustrationstoleranz) in Monopoly, Ehrlichkeit (oder deren Abwesenheit) beim Mogeln, Konzentration bei Memory. Die Schüler:innen konnten so entdecken, welche Stärken sie bei manchen Spielen haben, und fanden einiges über sich selbst heraus – darunter Eigenschaften, die ihnen im Schulalltag, aber auch in der heutigen unruhigen Zeit von Wert sein können.


Und wir raten, raten, raten…
...aber wie das Leben ein weites Feld ist, besteht das Spielen nicht nur aus dem quiztypischen Raten. Das sahen wir darin, dass die Klasse eine Spielekartei aller Spiele angelegt hat, die sie im Laufe der Stunden ausprobiert oder entwickelt hat. Darunter befanden sich besonders ein Simulationsspiel, in dem die Klasse eigene Dörfer entwickelte und überprüfte, ob diese für auftretende Ereignisse (z.B. Unfall, Beerdigung) die richtige Institution haben, oder das Nudelspiel, in dem nur die Teams, die besonders gut zusammenarbeiten, einen stabilen Turm aus 10 Nudeln, einem Gummibärchen und einem Meter Klebestreifen bauen können. Die Krönung der Stunden sind aber die selbsterstellen Spiele, in welchen die Schüler:innen alles, was Sie über Regeln, Spielverhalten und Spielgestaltung kennengelernt haben, in einem eigenen Spiel umsetzen konnten. Ob ein elaboriertes Fantasie-Spielfeld in „Palmanien“, das Glückselement im „Color Rush“, die richtige Kombinationsgabe in „Wer ist der Täter?“ oder das schönste Outfit in „Die Qual der Wahl“ – jede Gruppe hatte am Ende ein Spiel gebastelt, welches sich nicht verstecken muss.


Doch lassen wir die Spieler:innen der 5abd selbst zu ihren Erfahrungen mit Spielen zu Wort kommen:

"In der Grundschule war Ethik eher langweilig, was im Gymnasium anders aussieht. Vor allem waren Spiele ein tolles Thema! Uns hat der „Spaghettiturm“ am meisten gefallen, da das Teamwork erforderte. Außerdem hat es Spaß gemacht, eigene Spiele zu erfinden und die selbsterfundenen Spiele der anderen auszuprobieren."

Elena, Mari und Veronika aus der 5b