Besuch der Buchmesse Franktfurt

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Zwischen Bücherstapeln, Verlagen und Mainzelmännchen – unser Ausflug zur Frankfurter Buchmesse

 

Am Freitag, dem 9. Oktober, hieß es für die Mitglieder des P-Seminars „Leseförderung“ sowie Frau Biegelmeier und Frau Loos „früh aufstehen!“ Um 6:15 Uhr trafen wir uns am Münchner Hauptbahnhof, um unseren ICE nach Frankfurt zu erreichen. Für zwei Seminarteilnehmer wurde es bereits vor der eigentlichen Fahrt spannend, denn aufgrund einer größeren S-Bahn-Störung, mussten sie kurzerhand auf die Tram umsteigen und den restlichen Weg mit einem ziemlich sportlichen Sprint zurücklegen. Glücklicherweise schafften sie es gerade noch rechtzeitig in den Zug. Unserem Ausflug stand also nichts mehr im Weg. Die Fahrt verlief ausgesprochen ruhig. Nach der kurzen Nacht waren die meisten noch nicht ganz auf Betriebstemperatur, weshalb sich die Gespräche in Grenzen hielten. Erstaunlicherweise erreichten wir Frankfurt sogar pünktlich. Von dort aus ging es mit der Straßenbahn weiter zum Gelände der Buchmesse.

 

Dort besprachen wir unsere Strategie. Wie können wir möglichst viele Verlage für unser P-Seminar gewinnen und sie dazu bewegen, uns bei unserem Vorhaben zur Leseförderung zu unterstützen? Anschließend wurde es ernst. Wir teilten uns in zwei Viererteams auf, die unterschiedliche Hallen erkundeten. Auch unser Lehrerteam versuchte sein Glück.

 

Die ersten Gespräche mit den Verlagsmitarbeitern kosteten uns noch etwas Überwindung. Schließlich gehört es nicht gerade zum Schulalltag, fremde Menschen anzusprechen und sie direkt um Unterstützung zu bitten. Doch mit jedem besuchten Stand wuchs unsere Sicherheit. Außerdem begegneten uns die meisten Mitarbeiter ausgesprochen freundlich und zeigten sich begeistert von unserem P-Seminar. Viele wollten uns gerne helfen und unterstützten uns mit konkreten Angeboten.

 

So vergingen die nächsten zweieinhalb Stunden wie im Flug. Unsere Ausbeute konnte sich sehen lassen. Neben einigen kostenlosen Büchern und Leseproben sammelten wir Flyer und vor allem hilfreiche E-Mail-Adressen, über die wir auch nach der Messe mit den Verlagen in Kontakt bleiben können. Unsere Rucksäcke füllten sich also nicht nur mit Lesestoff, sondern auch mit jeder Menge neuer Möglichkeiten für unser Projekt.

 

Gleichzeitig nutzten einige von uns die Gelegenheit für ein Foto mit dem berühmten ZDF-Mainzelmännchen, während andere auf Biene Maja trafen, die ebenfalls über das Messegelände unterwegs war. Zwischen Fachgesprächen und Verlagsständen kamen also auch die Erinnerungsfotos nicht zu kurz. Anschließend blieb noch etwas Zeit, um die Messe auf eigene Faust zu erkunden. Mittlerweile war es allerdings deutlich voller geworden. An vielen Ständen hatten sich Schlangen gebildet, sodass wir längst nicht mehr überall in Ruhe stöbern konnten. Die Zeit verging ohnehin viel zu schnell und schon mussten wir uns auf den Weg zu unserem Treffpunkt machen.

 

Zurück am Frankfurter Hauptbahnhof blieb uns noch ein kurzer Moment, um uns mit Proviant für die Rückfahrt einzudecken. Danach stiegen wir wieder in den ICE nach München – diesmal mit deutlich volleren Rucksäcken als auf der Hinfahrt. Die Rückreise verlief ähnlich ruhig wie am Morgen. Nach stundenlangem Laufen, zahlreichen Gesprächen und dem Transport unserer gesammelten Schätze war die anfängliche Müdigkeit längst durch eine ordentliche Portion Erschöpfung ersetzt worden. Zum Glück hatte eine Schülerin vorgesorgt und Cookies mitgebracht, die uns den Heimweg versüßten.

 

Um 20:20 Uhr erreichten wir schließlich wieder München. Ein langer, ereignisreicher Tag lag hinter uns, und die Aussicht auf das eigene Bett dürfte für viele das Highlight des Abends gewesen sein.

 

Unser Fazit: Der Ausflug zur Frankfurter Buchmesse war für unser P-Seminar ein voller Erfolg. Wir konnten zahlreiche Bücher, Kontakte und neue Ideen für unser Projekt zur Leseförderung sammeln. Gleichzeitig haben wir gelernt, dass es sich lohnt, über den eigenen Schatten zu springen und einfach auf Menschen zuzugehen. Eines hätten wir uns allerdings gewünscht – mehr Zeit! Wir wären tatsächlich gerne noch länger geblieben, nur unsere Füße waren darüber vermutlich anderer Meinung.