Studienfahrt Dublin

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Reisebericht zur Studienfahrt Dublin 2026

 

„Man muss reisen, um zu lernen“, sagte einst Mark Twain.

Ein Wunder, dass er den Kern unserer Studienfahrt schon vor über 120 Jahren kannte. In der Tat, unsere Studienfahrt,

intern als Bildungsfahrt bezeichnet, diente nicht nur der Freude und der Gruppenbildung, sondern auch dem Lernen.

 

Voller Vorfreude brach die 25-köpfige Reisegruppe am 19.09.2026 vom Münchner Flughafen auf, um pünktlich gegen Nachmittag in Dublin zu landen. Nach dem Einchecken im Hostel und den ersten Einkäufen zur Selbstversorgung wurde in einem ersten gemeinsamen Spaziergang das Trinity College und der Temple Bar District erkundet.

 

Der erste ganze Tag in Dublin startete im Irish Emigration Museum, wo wir einiges Wissenswerte über die bewegte Vergangenheit Irlands erfuhren. Am Nachmittag stand eines der Highlights der gesamten Reise auf dem Programm: Die Klippenwanderung entlang der Küste Howths. Wir genossen den fantastischen Ausblick auf die Irische See und das warme Wetter, welches glücklicherweise mit strahlend blauem Himmel mitspielte. Eine Wandergesellin hatte beim Abstieg leichte Probleme, ansonsten lief alles glatt. Gegen 17 Uhr war der offizielle Teil beendet und der Abend wurde mit Spaziergängen am Hafen und Meer, Fish and Chips und gemeinsamen Kartenspiel ausgeklungen.

 

Der nächste Tag bot ein nicht weniger aufregendes Programm: Bereits am frühen Morgen brachen wir auf, um an einer Führung durch das Croke Park Stadion teilzunehmen, dem größten Stadion Irlands. Wir durften nicht nur den Platz und die Tribüne erkunden, sondern auch die Umkleiden, den VIP-Bereich und das dazugehörige Museum und erfuhren eine Menge zu den speziellen gaelischen Sportarten wie Hurling, Gaelic Football und Camogie. Den Nachmittag verbrachten wir im malerischen Hafenviertel Dún Laoghaire Harbour im Südosten Dublins. Einige mutige Schüler trauten sich sogar unter der Aufsicht unserer Rettungsschwimmer ins kalte Wasser, andere genossen die warme Sonne am Strand. Nach einem selbstständigen Abendessen traten wir den Rückweg an, da wir am Abend im Irischen Filminstitut die Vorstellung des Films „The Incomer“ besuchten. Der Film war total komisch, aber keine Katastrophe, vereinzelt waren lustige Momente dabei, aber im Großen und Ganzen haute er uns nicht vom Kinositz.

 

Am Dienstag hat man Dienst, schrieb schon Paul Maar im „Sams“. Auch wir hatten Museumsdienst, es stand wieder Bildung auf dem Programm, und so ging es für uns gegen 9 Uhr zu Dublinia, einer historischen Ausstellung über die Stadtgeschichte Dublins. Hier wurde das Leben der vergangenen Generationen anschaulich dargestellt. Der Nachmittag stand uns zur eigenen Gestaltung offen, manche verschlug es zurück ins Hostel, andere liefen noch durch St. Stephens Green und bummelten durch die Stadt. Am Abend fanden sich alle wieder zusammen für eine der besten Abendveranstaltungen: den Dublin Literary Pub Crawl. Literary deshalb, weil bekannte irische literarische Werke von Comedians auf eine lustige Art und Weise vorgestellt werden. Dieser Pub Crawl – in Deutschland auch als Bar-Hopping bekannt - führte uns durch insgesamt drei Pubs, wobei wir von den Comedians, irischer Musik, mitgebrachten Kartenspielen und dem ein oder anderen Getränk köstlich unterhalten wurden. Einigen von uns wurde bereits nach dem ersten Pub eine Trinkpause verordnet, die im letzten Pub dann wieder aufgehoben wurde. Total übertrieben, denn als Bayern und Wiesngänger sind wir es ja schließlich gewohnt! Gegen späteren Abend waren wir zurück im Hostel, um uns einigermaßen für den nächsten Tag auszuschlafen.

 

Den nächsten Morgen begannen wir mit der Besichtigung von Moorleichen im National Museum of Ireland, wobei die einen mehr, die anderen weniger gut die Nerven bewahrten. Anschließend traten wir den Weg ins ländliche Maynooth östlich von Dublin an, wo als Erstes Gruppenfotos auf der hohen und steilen Burgmauer gemacht wurden, was unsere Lehrkräfte nervlich etwas überstrapazierte. Danach stand allen einige freie Zeit zur Verfügung. So schlenderte ein Teil der Gruppe im Park im College, andere zogen es vor, sich zu den Kühen zu gesellen, die friedlich auf der anliegenden Weide grasten, wieder andere legten sich ins Gras und spielten die selbstverständlich wieder mitgenommenen Karten aus. Am Abend kamen alle zu einem gemeinsamen Abendessen in einem der traditionsreichsten Pubs in Dublin - „The Celt“- zusammen.

 

Der frühe Schüler fängt den Wurm oder so ähnlich. Auf jeden Fall schauten alle ziemlich müde aus der Wäsche, als es am Donnerstag um 6.30 aufstehen hieß. Um halb acht in der Früh stiegen wir am Gate Theater in einen Reisebus, der uns südwestlich von Dublin brachte. Wir besichtigten verschiedene Städte, darunter Kilkenny mit der Burg und einem schönen kleinen Markt, sowie Ballybought, wo wir die Vorführung eines Working Sheepdogs sahen, und die alte Klostersiedlung Glendalough. Hier bewunderten wir die wunderschöne irische Natur und verbrachten unsere Zeit an einem Bergsee, den Wasserfällen und Waldwegen. Am Abend stand der Bunte Abend im Hostel an. Dieser wurde mit Spiel, Spaß und Gesang gefüllt. Ebenso bekamen wir jede Süßigkeit des Abends liebevoll präsentiert, was bei einigen für Gelächter sorgte. Spätabends fielen alle müde, aber erfüllt und glücklich in ihre Betten.

 

Das Ende einer jeden Reise ist der Anfang einer neuen. Das trifft auf unsere Studienfahrt definitiv zu. Am Abreisetag hieß es zum Schulgong der ersten Stunde aufstehen, zumindest für die, die schon am Vorabend gepackt hatten und nicht zur Polizei mussten, weil sie ihren Ausweis verloren hatten (der aber glücklicherweise wieder auftauchte). Danach standen ein schnelles Frühstück und das Räumen der Zimmer auf dem Plan. Auch am letzten Tag hatten wir noch nicht genug von der irischen Geschichte und besuchten eine Museumsführung durchs General Post Office. Hier erfuhren wir mehr über den Irischen Volksaustand vor rund 100 Jahren, die Unabhängigkeit Irlands, die Troubles und konnten nach der Führung noch durchs Museum streifen.

 

Danach hieß es Abschied nehmen, denn unser Transfer zum Flugharfen wartete. Um 19.30 Münchner Ortszeit landeten wir wieder im Millionendorf und konnten auf eine außergewöhnliche, prägende und unvergessliche Reise zurückblicken, von der wir lange Zeit noch erzählen werden.

 

Ein herzlicher Dank geht an unsere Begleitlehrkräfte Heidi Lengler und Yasmin Loos, ohne deren Organisation, Geduld und Nerven unsere Studienfahrt nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank für all die Mühen, die Sie auf sich genommen haben!

 

David Schönlebe, Lina Seuß (K13)

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