Kooperation mit der Hochschule für Philosophie

Kooperation mit der Hochschule für Philosophie
Das Otto-von-Taube-Gymnasium versucht immer wieder neue Wege in der Begabtenförderung sowie in der individuellen Förderung seiner Schülerinnen und Schüler zu gehen, so kooperieren wir seit dem Schuljahr 2019/20 auf verschiedenen Ebenen mit der Hochschule für Philosophie München (HFPH), seit 2021 sogar auf Basis einer formellen Kooperationsvereinbarung.
1. Teilnahme an Proseminare im Rahmen des Frühstudiums
Ein Baustein dieser Zusammenarbeit ist die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern der 10. bis 13. Jahrgangsstufe an für Schülerinnen und Schüler geöffneten Proseminaren im Rahmen des Frühstudiums an der Hochschule für Philosophie. Seit dem Wintersemester 2019/20 nehmen daran regelmäßig auch motivierte Schülerinnen und Schüler des Otto-von-Taube-Gymnasiums teil. Vor Semesterbeginn werden die geöffneten Proseminare über das Elternportal vorgestellt, mit einem Motivationsschreiben könne sich interessierte Schülerinnen und Schüler für ein spezifisches Seminar (und ggf. auch für ein Alternativseminar, wenn die Bewerberlage eine Teilnahme an der Erstwahl verhindert) bei Herrn Greif bewerben. Er koordiniert die Auswahl und leitet die befürworteten Bewerbungen an die HFPH weiter.
Offenheit für neue Fragestellungen, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zum Engagement sind aus schulischer Sicht wichtige Eigenschaften, die interessierte Schülerinnen und Schüler mitbringen sollten. Solide Englischkenntnisse und eine gewisse Belastbarkeit sind bei der Lektüre mancher begleitend zu lesender Fachliteratur notwendig. Neu ist, dass neben den traditionellen Hausarbeiten nun auch Präsentationen als Prüfungsform eingeführt wurden. Über Einzelheiten informieren die Lehrenden in ihren Veranstaltungen.
Nicht zuletzt sei darauf hingewiesen, dass das Seminar ein Angebot im Sinne des Frühstudiums ist, d.h. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich an der Universität einschreiben und haben auch die Möglichkeit einen entsprechenden, auf ein späteres Studium anrechenbaren Schein zu erwerben, falls sie am Ende bereit sind eine Proseminararbeit zu schreiben.
2. Kooperation bei W- und P-Seminaren
Außerdem unterstützt die HFPH die Arbeit des OvTG in ausgewählten W- und P-Seminaren der gymnasialen Oberstufe:
P-Seminare (Jgst. 11): Fachleute der HFPH fungieren als Gesprächspartner und Experten für ausgewählte P-Seminare des OvTG, etwa durch Impulsreferate öder ähnlioches.
W-Seminare (Jgst. 12/13): Schülerinnen und Schüler in ausgewählten, schulischen W-Seminaren des OvTG besuchen begleitende Proseminare an der HFPH. Die anzufertigende wissenschaftliche Arbeit wird im Rahmen des W-Seminars verfasst und auch von der Lehrkraft des OvTG bewertet.
Sowohl auf der Ebene der P-Seminare wie der W-Seminare kam es seit 2020 zu erfolgreichen Kooperationen.
3. Philosophisches Orientierungsjahr (11. Jahrgangsstufe)
Das Philosophisches Orientierungsjahr ist eine besondere Art der individuellen Förderung, um besonders interessierte und qualifizierte Schülerinnen und Schüler des OvTG vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe im Rahmen der Teilnahme an dem Programm an die HFPH zu entsenden. Voraussetzung dafür ist, dass die Schülerinnen bzw. Schüler entweder von der Jahrgangsstufe 5-10 an der Förderklasse für Hochbegabte oder an der individuellen Lernzeitverkürzung (ILV) in den Jahrgangsstufen 9 und 10 erfolgreich teilgenommen haben. In diesen zwei Semestern studieren die Schülerinnen und Schüler an der HFPH im philosophischen Orientierungsjahr in Vollzeit. Absolventinnen und Absolventen erwerben 60 ECTS-Punkte, die zu einem späteren Zeitpunkt in vielen anderen Studiengängen eingebracht werden können.
Die Schülerinnen und Schüler, die an diesem Programm teilnehmen, bleiben Schüler unserer Schule, werden für den Vorlesungs- und Seminarbetrieb aber nach individueller Absprache v.a. in der Vorlesungszeit von einem Großteil der schulischen Präsenzpflicht freigestellt, um sich dem Studium widmen zu können, ohne den Kontakt zur Schule, den Mitschülerinnen und Mitschülern oder dem Unterrichtsstoff der 11. Jahrgangstufe zu verlieren. Im Anschluss an des Philosophische Orientierungsjahr rücken die Schülerinnen bzw. Schüler auf Probe in die Jahrgangsstufe 12 vor – den Regularien der ILV – vor. Herr Greif ist auch für dieses Programm der zuständige Ansprechpartner und Koordinator.
Einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten, die sich durch das Philosophische Orientierungsjahr eröffnen, bietet hier abrufbare Erfahrungsbericht einer Schülerin, die nach Absolvierung der ILV im Schuljahr 2024/25 das Philosophische Orientierungsjahr sehr erfolgreich abschloss.
Markus Greif, StD
