Japanaustausch 2025/2026
Unsere Anreise und unser erstes Wochenende in Japan
Am ersten Reisetag trafen wir uns um 11:00 Uhr am Münchner Flughafen. Von dort flogen wir zunächst nach Hongkong. Während des Aufenthalts hatten wir etwas Freizeit, die wir zu viert nutzten, um zu essen und einkaufen zu gehen. Anschließend nahmen wir den Flug weiter nach Nagoya. Dort stiegen wir so schnell wie möglich in den Zug nach Toyohashi, wo unsere Austauschpartner schon gespannt auf uns warteten.
Am Wochenende hatten alle Schüler ein freies Programm. Manche erkundeten gemeinsam mit ihren Partnern Toyohashi oder benachbarte Städte, besuchten Shinto-Schreine oder gingen in Einkaufszentren. Am ersten Abend fand ein Volksfest statt, bei dem wir gemeinsam mit Einheimischen zu traditioneller Musik tanzten und viele neue Menschen kennenlernen konnten. Am Sonntag beschlossen wir vier, den Tag gemeinsam mit unseren japanischen Partnerschülern zu verbringen. Wir fuhren mit dem Zug nach Hamamatsu, aßen zusammen, sangen Karaoke und besuchten ein Science Museum.
Den Abend beendeten wir mit einem gemeinsamen BBQ am Meer, womit wir uns besser verbinden und zusammen Spaß haben konnten. Ein wunderschöner Abschluss des Wochenendes. (Matteo)
Kyoto
Der Montag startete mit dem Treffpunkt “Toyohashi Station”, an die wir von unseren japanischen Austauschschülern gebracht wurden und von der wir zusammen mit den acht englischen Austauschschülern von der St Paul’s School in London, die zur selben Zeit in Japan waren, mit dem Einstieg in den Shinkansen einen meiner Meinung nach besten der neun wundervollen Tage beginnen ließen. Nach der einstündigen und entspannten Fahrt wurde es Zeit für ein Frühstück bei 7-Eleven und kurz danach ging es auch schon zum ersten Schrein, dem Fushimi Inari Taisha Schrein (伏見稲荷大社). Unter Führung von Mr Swarzentruber, der die englischen Austauschschüler begleitete, erkundeten wir den weltberühmten Schrein, der sich, wie die meisten Shinto-Schreine, über einen großen Hügel erstreckte. Nachdem wir durch die Natur des Schreins wieder von dem Hügel hinabgestiegen waren, gab es verschiedenes Streetfood, wie Yakisoba oder Takoyaki zum Mittagessen und eine kleine Shopping-session.
Dann ging es zum nächsten Schrein, mit Zwischenstopps bei dem Yasaka-Schrein und dem Donguri Kyowakoku Nineizaka Store, der in einer wunderschönen alten Gasse gelegen ist. Schlussendlich kamen wir kurz vor Sonnenuntergang an dem buddhistischen Kiyomizu-dera Tempel (清水寺) an, und schauten uns dort ein wenig um. Da die Zeit knapp wurde, machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Kyoto Station, an der wir jedoch zu spät ankamen und den späteren Shinkansen nehmen mussten. Der Tag endete wieder in den Gastfamilien, die uns vom Bahnhof in Toyohashi abholten.
また近いうちにお会いしましょう
(Felix)
Schultage in Japan
Die Schultage begannen normalerweise immer in den Klassenräumen. Dort gaben die Klassenlehrer alle wichtigen Informationen für den Tag bekannt. Doch bevor dies geschah, mussten wir selbstverständlich unsere Hausschuhe in den dafür vorgesehenen Vorräumen anziehen. Am ersten Tag trafen wir uns jedoch zunächst mit den englischen Austauschschülern, mit denen wir alle Stunden gemeinsam hatten, in einem Gemeinschaftsraum. Dort erklärte uns der Schulvertreter den Ablauf der drei Schultage. Kurz darauf wurden wir in die Sporthalle zum großen Begrüßungsempfang gebracht, wo uns bereits rund 1.000 Schüler freudig erwarteten. Während der Versammlung sprachen wichtige Vertreter der Schule und des Austauschprogramms. Abschließend wurden wir mit der schuleigenen Hymne überrascht, die von allen Schülern und Lehrern so euphorisch und schön gesungen wurde, dass wir sprachlos waren.
Danach bekamen wir eine persönliche Schulhausführung. Dabei ist zu erwähnen, dass die Jishukan High School unserer deutschen Schule überraschend ähnlich war. Von den Klassenräumen über die naturwissenschaftlichen Räume, die Koch- und Musikräume, die Sport- und Kampfsporthallen bis hin zum Sekretariat und dem Kiosk wurden wir über das weitläufige Gelände einer der größten und renommiertesten High Schools Japans geführt.
Der restliche Schultag sowie die folgenden bestanden aus unterschiedlichen Unterrichtsstunden und Aktivitäten. Wir besuchten einen Kochkurs, in denen wir eine traditionelle Süßkartoffel-Süßigkeit herstellten, hatten Physikstunden mit Papierfliegerexperimenten, Musikstunden, probierten Kalligraphie aus, hatten Japanischunterricht über Kultur und Sprache sowie zahlreiche Englischstunden, in denen wir uns auf spielerische Weise mit den japanischen Schülern unterhielten und dabei viel Interessantes über sie und ihren Alltag erfuhren. Generell waren die Schüler/-innen sehr interessiert an unserem Leben in Deutschland, sodass wir immer mit vielen Fragen durchlöchert wurden. Die Sprachbarriere war hier nur selten ein Problem, da die Japaner meistens einen großen Ehrgeiz zeigten, wenn es um die englische Sprache ging. Auch das große Volleyballturnier machte uns sehr großen Spaß.
Insgesamt kann man sagen, dass das eigenständige Teilnehmen am Unterricht uns Schülern einzigartige Einblicke in die japanische Kultur und den Schulalltag gegeben hat – Einblicke, die man als normaler Tourist nicht erhält.
(Anton)
Tokyo
Genau wie am Montag in Kyoto trafen wir uns am Donnerstag, den 23.10., am Morgen vor dem Eingang zum Shinkansen. Anstatt mit einem Kodama (dt. Echo) Zug zu fahren, der an jeder Haltestelle hält, fuhren wir von der Toyohashi Station bis nach Tokyo Shinagawa mit einem Hikari (dt. Licht) Zug, also einem Direktzug. Die Fahrt nach Tokyo war angenehm und bot einen perfekten Ausblick auf den Fuji, den berühmtesten Berg Japans.
Zuerst ging es nach Shibuya: Dort überquerten wir die berühmte Scramble Crossing, die meistfrequentierte Fußgängerampel der Welt, bei der bis zu 2.500 Personen gleichzeitig aus allen Richtungen die Straße überqueren. An der Kreuzung befindet sich auch ein Starbucks, in dessen Gebäude man von verschieden Stockwerken aus die Kreuzung von oben überblicken konnte. Kurz danach begaben wir uns als gesamte Gruppe zu einem Mega Don Quijote (kurz Donki), wo wir Zeit zum Shoppen hatten. In einem Donki kann man wirklich ALLES kaufen, Lebensmittel, Kosmetik, Reiseutensilien, Pikachu-Kostüme und vieles mehr. Anschließend konnten wir in kleinen Gruppen die Mall Shibuya mit vielen weiteren Läden erkunden, z.B. Manga-Shops, japanische Schreibwaren usw..
Das Mittagessen fand im grünen Bereich des Meiji-Jingu Schreins statt, wo wir verschiedene traditionelle Gerichte wie Katsu-Curry (ähnlich wie Schnitzel), kalte Soba-Nudeln und mehr aßen. Nach dem Besuch des Schreins gab es eine kurze Shopping-Session in Harajuku, bevor wir nach Shinjuku weiterzogen. Langsam wurde es dann auch dunkel, was sich für viele schöne Fotos gelohnt hat.
Die Shinkansenfahrt zurück war genauso ruhig und angenehm wie die Hinfahrt und am Abend wurden wir von den Familien an der Toyohashi Station abgeholt.
ありがとうございます、またあした!
マーラ (Mara)
Rückreise über London
Am Rückreisetag verabschiedeten wir uns am Flughafen Nagoya emotional und dankbar von unseren Gastfamilien und Partnern. Während eines Zwischenstopps in Hongkong nutzten wir die Zeit dort noch einmal zum Essen und Einkaufen, bevor es weiter nach London ging. Leider verpassten wir aufgrund von Verspätungen unseren Anschlussflug nach München. Wir entschieden uns, das Beste aus der langen Wartezeit zu machen, und besuchten spontan die KEW Gardens, die botanischen Gärten von London (UNESCO Welterbe). Es war ein unerwartetes, aber extrem schönes Erlebnis.
Auch wenn wir spätabends und sehr müde nach Hause kamen, waren wir unglaublich dankbar für diese unvergessliche Reise und die Freundschaften, die wir für immer behalten werden.
(Matteo)
Ein riesiges Dankeschön geht an Frau Lengler, die den Austausch und die Reise mit großem Engagement organisiert hat, an unsere Eltern, die diese Reise möglich gemacht haben, Shimizu-Sensei von der Jishukan High School, und natürlich an unsere japanischen Partner und ihre Familien, die uns ihre Zeit geschenkt und uns mit so viel Herzlichkeit aufgenommen haben.
ありがとうございます、またあした!
Berichte von Mara Herschbach (11b), Matteo Curello (11c), Felix Marx (11c) und Anton Kuhl (11d)


















