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Studienfahrt nach Irland

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Bericht Studienfahrt Dublin

 

Sonntagmorgen standen wir 22 Schülerinnen und Schüler sowie 2 Lehrkräfte gespannt um 8:30 Uhr am Flughafen München. Gemeinsam reisten wir dann bis auf etwas stärkere Turbulenzen einwandfrei nach Dublin. Dort angekommen, ging es erst zur Unterkunft und abends nach Temple Bar, wo dann einige festgestellten, dass Irland nicht in der Karibik liegt. Zum Glück blieben aber die nächsten Tage regenfrei und es war auch meistens ein wenig wärmer, sodass wir diese umso mehr genießen konnten.

 

Montag und Dienstag verbrachten wir damit, die Stadt kennenzulernen, sowie uns über die reichhaltige Geschichte Irlands zu informieren. Auf dem Programm standen unter anderem das General Post Office, Trinity College, das EPIC (Every Person Is Connected) Irische Emigrationsmuseum, Dublin Castle und viele weitere Orte. Das EPIC hat mir besonders gut gefallen, da neben der wunderbaren und sehr interaktiven Ausstellung mir zum ersten Mal bewusst wurde, wie bedeutsam Migration für die irische Geschichte war. Montagabend gingen wir dann schließlich noch ins Kino, jedoch konnten sich selbst unsere Lehrkräfte nicht davon zu überzeugen, dass sie die richtige Filmauswahl getroffen hatten.

 

Den darauffolgenden Abend waren wir zurück in Temple Bar zu einem Literary Pub Crawl. Hier haben uns drei charmante Iren mit Schauspiel, Geschichten, Musik und viel Akzent über Dublins literarische Seite aufgeklärt. Mir hat vor allem die Kurzversion von Warten auf Godot (Samuel Beckett) gefallen, bei der genauso viel passiert ist, wie beim Original. Nichts. Nachdem wir im späteren Verlauf des Abend auch alles über James Joyce romantisches Talent wussten, machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Howth, wo wir es nach anfänglichen Uneinigkeiten über den richtigen Weg dann doch noch an die Klippen geschafft haben. Dort konnten wir bei einer tollen Wanderung und gemütlichen Picknick die Sonne genießen und auch noch ein paar Robben erspähen.

 

Donnerstag ging es dann auf eine lange geführte Bustour durch das Dubliner Umland. Neben einem sehr enthusiastischen Tourguide (seine Version von Home Boys Home von The Dubliners möchte ich niemanden antun) hatten wir noch die Möglichkeit die historische Pilgerstätte Glendalough, einen Schäfer mit seinen Border Collies und die kleine mittelalterlich geprägte Stadt Kilkenny zu besuchen. An der Pilgerstätte konnten wir die frische Morgenluft genießen, während unser Guide uns davon erzählte, wie man damals die irischen Strafgesetze umgangen ist und vom Schäfer, der nur mit Pfeifgeräuschen seine Hunde dazu brachte, eine Schafherde beliebig rumzutreiben einen Stopp später war natürlich auch sofort jeder begeistert. In Kilkenny gab es dann schließlich noch eine Burg mitsamt schönem Park sowie beeindruckende Kathedralen bzw. Kirchen. Nach dem gemeinsamen Pubbesuch am Abend ehrten unsere Lehrkräfte noch die Sieger der kreativen Challenges der vergangenen Tage und jeder gab sein Bestes eine nicht ganz schreckliche Version eines irischen Volksliedes aufzuführen.

 

Am Folgetag stellten wir erschrocken fest, dass wir leider schon zurückreisen mussten, hatten jedoch noch genug Zeit am Vormittag die Henrietta St. 14 zu besichtigen. Das georgianische Haus hat eine reiche 300-jährige Geschichte. Neben der Adelsfamilie, die das Haus ursprünglich bewohnten, lebten nach einem Umbau zeitweise 17 Familien mit insgesamt 100 Personen in 17 luxuriösen Apartments mit Zugang zu insgesamt zwei Toiletten und sogar einer Wasserversorgung im Keller. Das Haus ist ein gutes Beispiel für Irlands harte Vergangenheit, die stark im Kontrast zum modernen Dublin steht. Natürlich blieb auch noch viel Zeit dafür, in kleinen Gruppen eigene Ziele in der Stadt zu besuchen, hier und da eine Kleinigkeit zu kaufen oder einfach der Nase nach durch die Straßen zu tingeln. Dank der Nahverkehrstickets, die wir für die paar Tage gekauft hatten, waren auch weiter entferntere Ziele nicht unmöglich, weshalb wir zum Beispiel auch runter zum Hafen konnten, um dort bei schönstem Wetter auf dem Pier und der Promenade zu spazieren sowie Fish’n‘Chips zu essen.

 

Zusammen mit Frau Loos und Frau Lengler, bei denen wir uns für die tolle Begleitung bedanken wollen, hatten wir eine sehr schöne und lehrreiche Studienfahrt, die sicher noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird.

 

 

N.L. K13, für die Studienfahrer nach Dublin

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